Der Mäusefick
Da war ein Maus im Haus,
dunkelgrau mit spitzer Nase,
langem Schwanz.
Der Mausmann traf im Keller
die Fraumaus, etwas heller.
Er trippelte und zippelte
den Mäuseanmachtanz.
Die Mausefrau, nicht abgeneigt
und sowieso in ihrer Zeit,
die machte flugs die Beine breit.
Das heißt: sie wollte.
Doch weil sich so etwas für Nagetiere
nicht sehr ziemt –
so rückenlägrig, unverblümt
auf Menschenart es zu probiern,
verbot sie ihrem Mausemann,
sie pornografisch zu verführn.
Der, um eine Weltpremiere rumgekommen,
hat klassisch sie von hinten dann genommen.
Trotz ihrer artgerechten Taten
hatten sie beide schlechte Karten:
Es kam der Kater angeschlichen,
hat sich auf Schlag die Paarenden gegriffen.
Denn wer von hinten sich was nimmt,
sollt darauf achten,
ob hinter ihm auch alles stimmt.